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Morgen…

geht’s zum Tagessonderkongress nach Walvis Bay! Wir werden dann baldmöglichst ein paar Bilder hochladen!

Bis bald!
Mel & Rhino

wir mal wieder…

… nach einer längeren Durststrecke melden wir uns mal wieder aus Omaruru. Ja, mittlerweile hat sich so eine Art Alltag breitgemacht. Wir sind jeden Tag im Dienst (ok, FAST jeden Tag), und genießen die Zeit. Keine spaktakulären Entwicklungen. Endlich können wir euch mal ein paar Bilder von unserem “Königreichssaal” zeigen: Ein Kindergarten, der im wesentlichen aus 4 Wänden und einem Blechdach besteht. Innen eine Bank zum sitzen, das war’s! Am Sonntag waren wir 59 Anwesende! Es wird also dringend Zeit für einen eigenen Saal, aber die Behörden strotzen nicht gerade vor Tatendrang. Evtl. können wir bald in ein Klassenzimmer in der Schule umziehen, da hätten wir dann etwas mehr Platz!

Dann bis bald!
wir 2.

… von unserem Trip in den Norden.

Bis bald!

Wieder zurück…

…in Omaruru von einem fantastischen Trip durch ein fantastisches Land. Wir sind geplättet von den vielen Eindrücken, den unterschiedlichsten Landschaften, und vor allem von den unglaublich freundlichen und herzlichen Menschen. In 10 Tagen haben wir rund 3.300 Kilometer hinter uns gebracht, und dabei nicht einmal ein Viertel des Landes bereist. Wir durften z.T. in Gegenden predigen wo noch nie zuvor ein Verkündiger war. Bei einer Gelegenheit haben wir am Straßenrand ein paar Leute angesprochen und konnten sofort über 40 Zeitschriften abgeben. Erneut bestätigt sich – der Bedarf hier ist immens! Die Versammlungen betreuen Gebiete die sich über hunderte Kilometer erstrecken, wobei es natürlich entsprechend schwierig ist, die Menschen zur Versammlung zu führen, denn kaum jemand hat ein Auto. Dörfer, die sich eins ums andere den Fluss entlang ziehen, und in denen zehntausende wohnen, werden oft überhaupt nicht erreicht. Dann kommt das Sprachenproblem hinzu: Oft sprechen die Menschen Sprachen, in denen es noch keinerlei Literatur gibt, vielleicht grade mal 2-3 Traktate, das war’s. Die Brüder eröffnen jetzt ein neues Übersetzungsbüro im Norden um die Menschen besser erreichen zu können und Literatur in neue Sprachen zu übersetzen. Die Versammlungen die es gibt, wachsen oft viel zu schnell, so dass es zu wenige Diener gibt etc. etc.
Wie Ihr schon merkt, könnten wir immer so weiter erzählen. Damit Ihr einen besseren Überblick bekommt, fassen wir unsere Reise tageweise zusammen.
Tag 1
Lost geht’s! Wir fahren gleich durch von Omaruru bis Rundu, ganz im Norden, ca. 700 km. Abends treffen wir Glenn, einen Sonderpionier aus Südafrika, der schon viele Jahre dort oben im Einsatz ist. Er lebt mitten in der schwarzen Siedlung, der sog. „Location“. Da er der einzige Weiße weit und breit ist, ist er entsprechend bekannt wie ein bunter Hund.
Tag 2
Treffpunkt im Königreichssaal ist um 08:00 Uhr!! (Kein Scherz). Aber die Leute sind schon früh auf den Beinen, da es morgens noch nicht so heiß ist, so dass um diese Zeit schon viel erreicht werden kann. Wir fahren anschließend raus nach Kalili, so richtig in den afrikanischen Busch. Dort steht ein Saal in traditioneller Bauweise, der im übrigens nie abgeschlossen wird – Kriminalität gibt es hier draußen praktisch nicht.
Wir gehen direkt in die Dörfer predigen. Zwar verstehen wir kein Wort – aber es ist klar, dass auch hier die Menschen sehr empfänglich reagieren. Man wird direkt eingeladen, Platz zu nehmen und eine halbe Stunde ist gleich vorbei.
Nach dem Dienst fängt es an zu regnen. Wir sitzen hinten auf dem Pick Up und werden natürlich völlig nass. Naja, so kriegen wir live mit, wie es den Brüdern hier Tag für Tag geht. Wir fahren zum Fluss (die Krokos und Hippos die es hier geben soll, ignorieren wir einfach mal) und machen ein traditionelles Picknick. Viele haben gar kein eigenes Essen dabei, und so wird einfach alles auf alle aufgeteilt. Spontan fangen die einheimischen Brüder an, die neuen Königreichslieder zu üben. Wer sich traut springt ins Wasser. Uns ist das zu heikel…. 
Abends treffen wir ein Sonderionier-Ehepaar, die aber vor kurzem Nachwuchs bekommen haben, so dass sie aufhören mussten. Jetzt dienen sie in der dortigen Versammlung. In Rundu gibt es ein großes portugiesisch-sprachiges Gebiet, da viele Grenzgänger aus Angola dort leben. Gerade wird die dortige Versammlung geteilt.
Tag 3
Heute geht es weiter Richtung Katima Mulilo im Caprivi-Zipfel. Das ist der schmale Anhang Namibias im Nordosten. Die Strecke ist recht eintönig. 500 km geradeaus. Unterwegs fahren wir runter zum Fluss und entdecken zahllose Dörfer die sich am Fluss entlang ziehen und wo praktisch gar nicht gepredigt wird. Wir sprechen eine Gruppe am Straßenrand an. Prompt stellt sicht heraus, dass einer der jungen Männer ein Schulfreund von einem Bruder ist, der mittlerweile im Süden Namibias wohnt. So entwickelt sich ein tolles Gespräch, und wir können insgesamt über 40 Zeitschriften abgeben.
Weiter geht’s nach Katima Mulilo. Abends fallen wir ziemlich kaputt ins Bett.
Tag 4
Wir genießen einen Tag Ruhe in der Lodge. Rainer will unbedingt eine Kajak-Tour auf dem Zambezi unternehmen. Leider will keiner sonst mit. Am Ende findet sich ein anderer Gast der Lodge, und die beiden stürzen sich todesmutig in die Fluten. Nach der Tour sind noch alle Arme und Beine dran.
Für den Abend haben wir was besonderes geplant – die Gronbachs aus Berchtesgaden sind vor kurzem nach Katima Mulilo gezogen. Wir überraschen die beiden, die am Saal wohnen, indem wir einfach aufkreuzen. Andi ist zwar leider grad unterwegs, aber Angi ist ziemlich platt als wir plötzlich vor ihrer Tür stehen. Andi kommt etwas später und so haben wir ein tolles Abendessen gemeinsam mit den Sonderpionieren aus Kanada die ebenfalls hier wohnen.
Tag 5
Ab jetzt haben wir uns ein wenig Entspannung verordnet. Wir fahren in eine schöne Lodge an der Grenze zun Botsuana, wo wir es etwas ruhiger angehen lassen. Am Nachmittag machen wir eine kleine Bootsfahrt auf dem Fluss, ansonsten ist Entspannung angesagt.
Tag 6
Wieder Koffer packen und weiter Divundu. Hier schlafen wir in einem Zeltcamp direkt am Fluss. Nachmittags entscheiden wir uns für eine erneute Bootsfahrt – keine gute Idee. Nach gut 10 Minuten fängt es zu regenen an. Soweit noch kein Problem. Das kleine Gewitter entpuppt sich aber als handfester Tropensturm und schon bald fühlen sich die Regentropfen eher wie Hagel an. Der altersschwache Außenborder schafft es nicht mehr gegen den Wind vorwärts zu kommen. Als das Boot schon ziemlich schief hängt, entscheidet sich der „Captain“ (der wohl eher nicht als echter Seebär einzustufen ist), an Land zu fahren. Es ist die Wahl zwischen absaufen auf dem Fluss, wo sich die Wellen schon heftig auftürmen oder abwarten an Land, zwichen Krokodilen und Hippost. Wir entscheiden uns für letzteres, und sind überaus froh, als der Sturm endlich nachlässt, und wir wieder Richtung Lodge tuckern. Selten so froh gewesen, wieder festen Boden unter den Füßen zu haben. Dort hat es einige Äste runtergerissen, Stühle umgeworfen und auch unser Zelt steht leicht unter Wasser. Zum Glück nichts wertvolles nass geworden. Wir freuen uns über eine heiße Dusche…

Tag 7
Heute haben wir uns wieder eine längere Etappe vorgenommen – von Divundu bis nach Etosha, das Highlight Namibias. Der Nationalpark ist berühmt für seinen Tierreichtum, und wir kommen gegen Abend dort an.
Es ist Regenzeit. Da es nun überall im Park Wasser gibt, müsen die Tiere nicht mehr zu den künstlichen Wasserstellen, und dadruch sind die Tierbeobachtungen etwas eingeschränkt. Doch wir haben Glück! Auf dem Weg zum Halali Camp kreuzt ein ausgewachsener Löwe direkt vor unserem Auto. Er trinkt aus einer Pfütze und lässt sich am Straßenrand nieder. Ein paar Minuten später torttet er weiter über die Savanne.
Tag 8
Die Weite des Etosha Parks ist beeindruckend. Flaches, weißes Land so weit das Auge reicht. Wir fahren weiter nach Okaukeujo, einem sehr schönen Rest Cammp wo wir 2 Nächte verbringen. Unser Bungalow ist direkt am Wasserloch und so kriegen wir hautnah mit wenn sich was blicken lässt. Insgesamt ist es aber eher ruhig am Wasserloch.
Abends kreuzt aber eine ganze Löwenfamilie auf!
Wir lassen es 2 Tage gut gehen und erkunden den Park.
Tag 9
Nach einem ausgedehnten Frühstück geht es zurück nach Omaruru. Unterwegs erkunden wir noch das Gebiet von Outjo, eine Stadt mit rund 20.000 Einwohnern, wo ebenfalls fast gar nicht gepredigt wird. Eine riesiger Location aus Blechhütten, in jeder wohnen im Normalfall zwischen 5 und 10 Menschen. Egal wo man hinsieht, werden Verkündiger benötigt.
Wir machen noch Halt bei einer echten deutschen Bäckerei – endlich mal wieder Volllkornbrot und guten Kaffee.
Nachmittags sind wir wieder zurück, und wissen nicht so ganz wo uns der Kopf steht. Wir haben nur einen winzigen Teil des Landes gesehen. Im Süden ist der Bedarf z.T. noch größer. Es ist schwer, all das in Worte zu fassen, und deshalb schließen wir für heute mit Matthäus 9:37,38
Alles Liebe – wir denken an Euch!
Mel & Rainer

Vielen Dank für Eure lieben Nachrichten. Freut uns zu lesen, dass ihr in Gedenken bei uns seid und uns nicht vergesst J Wir genießen die Zeit hier sehr.

Über 1 Woche ist schon vorbei seitdem wir hier in Omaruru angekommen sind. Bei der Ankunft hatten wir locker 38-40 Grad und so ganz haben wir uns noch nicht an die Hitze gewöhnt. Wir bekommen nur am Rande mit was für ein Wetterchaos in Deutschland herrscht. Irgendwie wollen wir dann doch nicht tauschen.

Die Fahrt hierher war richtig easy. Bis auf den Linksverkehr, der die Fahrt echt richtig spannend machte. Rainer hat sich gut angestellt. Passieren konnte zum Glück nicht viel weil um uns herum einfach NICHTS war. Ein paar wenige Wolken am Himmel und ab und zu ein Schild. Das genaue Gegenteil zu Kenia. Wer es noch nicht weiß, Namibia hat gerade mal 2,2 Millionen Einwohner und ist aber mehr als doppelt so groß wie Deutschland.

In Omaruru angekommen hat uns die Esther ganz lieb in Empfang genommen. Viel gibt es hier nicht zu entdecken: 1 SPAR zum Einkaufen, einen PEP (hier kann man billig Kleider und Haushaltszeug kaufen; ist aber wirklich nicht groß) 2 Restaurants, eins davon ist das Sand Dragon. Hier arbeiten lauter afrikanische Pioniere und ist der Treffpunkt für unsere Truppe.

Bis zur unserer Ankunft wussten wir ja auch noch nicht wo wir eigentlich wohnen werden. Esther hat uns dann zu unserer kleine Wohnung gebracht. Die Spannung war groß, denn die letzten fast 4 Wochen in Kenia und Südafrika haben uns leicht in Afrika leben lassen. Jetzt haben wir eine ganz ganz einfache Wohnung, so ne Art Garage ist die umgebaut worden ist. Außer Bett und Tische und Stühle und eine Kochmöglichkeit steht nicht viel drin. Aber seht einfach selbst. Bilder sagen meistens mehr als Worte:

Uns reicht sie aber völlig aus, und wir haben es uns gemütlich gemacht. Außerdem haben wir sehr nette Nachbarn – eine Familie aus Österreich, die ebenfalls das Werk hier unterstützen.

Wir haben hier immer Samstag um 14h und Sonntag um 9h Versammlung. Zurzeit treffen wir uns in einem Kinderkartengebäude. Die Brüder hier sind fleißig am organisieren, dass so bald wie möglich ein Königreichsaal gebaut werden kann. Wer weiß, vielleicht bekommen wir das ja noch mit. Im Moment sind wir ca. 20 Brüder und Schwestern, davon mindestens 10 zur Unterstützung. Viele aus Deutschland, eine Familie aus England und unsere Nachbarfamilie aus Österreich

Rainer hatte gleich 1 Tag nach Ankunft seine erste Aufgabe auf Englisch. Hat er richtig gut gemacht. Heute hat er sogar schon seinen öffentlichen Vortrag gehalten. Zurzeit ist die Gruppe recht groß weil viele zur Unterstützung da sind. Im März sieht das dann schon wieder ganz anders aus, weil viele wieder nach Europa müssen. Das Hauptproblem ist die Aufenthaltsgenehmigung. Namibia schottet sich ziemlich nach außen ab, und länger als 3 Monate zu bekommen ist recht schwierig.

Wir sind dann natürlich auch gleich fleißig mit in den Dienst gegangen. Und es ist einfach genial zu sehen, dass alle Menschen hier gerne über Gott reden. Also nicht nur über ihn reden, sondern auch wirklich an ihn glauben. Das macht es leicht ins Gespräch zu kommen und wenn möglich auch gleich ein Studium anzufangen. Dann kann es auch schon passieren das 5 oder 6 Leute vor dir sitzen und dich mit großen Augen anschauen, oft sprechen sie Englisch, oft aber auch ihre eigene Sprache. Die Einwohner von Namibia sprechen 11 (!) verschiedene Sprachen. Meistens beginnt man mit dem großen Traktat: „Hätten Sie gerne eine Antwort“. Wenn man merkt, dass die Leute wirklich Interesse haben wird auf das Buch übergegangen. Das ist hier dann echt eine Herausforderung zu spüren, wer wirklich eine Antwort finden möchte.

Wir haben auch schon ein Gebiet und werden morgen mal unsere ersten „Return Visits“ versuchen. Ist zurzeit etwas ruhig in den Gebieten. Alle sind an die Küste gefahren oder feiern Weihnachten indem sie einfach ununterbrochen Alkohol trinken. Das wird den Dienst in den nächsten Tagen erschweren. Wir haben deshalb entschlossen ein wenig durchs Land zu fahren und ein wenig Urlaub zu machen. Im Januar legen wir dann richtig los.

Ach ja und noch was. Was wir total vergessen haben J Aber stellt euch vor: auch da gewöhnt man sich dran, zumindest versucht man es. Dürfen wir vorstellen unsere neuen Haustiere:

Schicken euch allen ganz liebe Grüße und sobald wie möglich werdet ihr wieder von uns hören.

Kapstadt…

…ist auch schon vorüber, und wir sind heute in Namibia gelandet. Wir geben es zu – wir haben in Kapstadt nur das Standard-Touri Programm gemacht. 1x Tafelberg hoch und runter, bissl Stadtrundfahrt, 1x zum Kap und bisschen Waterfront. Ansonsten: am Pool liegen! Aber wer könnte uns das bei dieser Aussicht schon verdenken!

Kapstadt ist ein heftiger Kontrast nach Kenia, und so richtig werden wir mit der Stadt nicht warm. Zu stark sind noch die Eindrücke aus Ostafrika – die Freundlichkeit, Herzlichkeit und Offenheit der Kenianer sucht man hier am Kap vergebens. Wir sind wahrscheinlich zu verwöhnt, und beschließen, die traumhafte Landschaft zu genießen und uns auf Namibia zu freuen. Hier ein paar Eindrücke.

Jaaaaa….

… es gibt uns noch! Wir sind zwischenzeitlich in Kapstadt gelandet und genießen hier etwas die Ruhe nach dem Sturm.

Hinter uns liegen die wahrscheinlich schnellsten 3 Wochen unseres Lebens! Die Delegierten sind wieder (hoffentlich) wohlbehalten zu Hause angekommen, der Kongress ist Geschichte und so langsam können wir verarbeiten was da gerade an uns alles vorbeigezogen ist.

Unglaublich freundliche und herzliche Menschen, ein bewegender Kongress und ein atemberaubendes Land, das einen vom ersten Moment an in seinen Bann zieht. Melanie hat sich verliebt – in Kenia! Der Abschied ist schwergefallen, und wir sitzen im Moment noch etwas reizüberflutet in Kapstadt, das ebenfalls entdeckt werden will.

In Worte ist all das schwer zu fassen. Deshalb lassen wir ein paar Bilder sprechen. Ab Donnerstag sind wir in Namibia, und hoffen dass wir ab da etwas mehr Zeit & Ruhe finden, um euch ein paar mehr Infos über die letzten Wochen und natürlich den Aufenthalt dort zu liefern.

Bis dahin viele liebe Grüße in die Heimat von uns beiden!

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